Freitag

Frohen Mutes durften wir den neuen Tag in Angriff nehmen. Nachdem wir die Mafia am Vorabend geschnappt haben, sollte sie nun zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden. Der Speisesaal befand sich hinter dem Pfeiler zum Gleis 9¾. Passend zum Thema, begrüssten wir beim Frühstück unsere letzte VIP und Oscar-nominierte Hermine Granger aus dem Hause Gryffindor. Nach der ersten Stärkung und dem Verrichten der Ämtli, brachte uns Hermine in der Geschichtenstunde das Zaubern näher. Danach begann der langersehnte Gerichtsprozess gegen die Mafia.

Die Richterin rief zuerst die Gehilfen mit dem Verteidiger in den Gerichtssaal. Von unserer Seite stellte sich Hermine als Anklägerin zur Verfügung. Ihre Wortgewandtheit sollte uns ein gerechtes Urteil herausholen. Die Stimmung war zu Beginn sehr unruhig und die Nervosität der Angeklagten war deutlich spürbar. So musste die Richterin gleich zu Beginn zur Ordnung aufrufen. Nachdem die Anklagepunkte verkündet wurden, erhielt die Verteidigung als Erste das Wort und plädierte erwartungsgemäss auf Unschuldig. Daraufhin entstand ein hitziges Wortgefecht.
Zeugen unsererseits hatten die Möglichkeit, die Situation zu schildern, aber auch die Angeklagten selbst wurden in den Zeugenstand gerufen. Im Punkt der Beihilfe zum Raub, sowie den allgemeinen Tätigkeiten im Geschäft der Mafia waren sie geständig, jedoch wurde die Verantwortung klar auf deren Anführerin geschoben. Nach einer kurzen Pause wurde nun auch diese in den Gerichtssaal zitiert.

Schlussendlich waren dann doch zu viele Beweise auf dem Tisch und die Gefangenen wurden für schuldig befunden. Unsere Selbstjustiz wurde durch die unterlassene Hilfe der Polizei gutgeheissen und als angemessen eingestuft. Das Urteil belief sich auf einen Landesverweis von 15 Jahren.

Nach der Strafverkündigung wollten wir aber trotzdem noch eine direkte Genugtuung und entschieden uns, sämtliche Bandenmitglieder mit dem Gartenschlauch abzuduschen. Der Anführerin wurde noch ein Gruss aus der Küche zu Munde geführt. Ein Wassermelonenschalen-Smoothie sowie sonstiger Kompost sollten sie für die Ausschaffung stärken. Anschliessend wurden die Bösewichte vertrieben.

Den Nachmittag verbrachten wir am Zürichsee in der Badi. Eine langersehnte Abkühlung bei schönstem Wetter war der Lohn für eine Woche mit vielen Erlebnissen und Eindrücken. Auf das Abendessen hin kehrten wir wieder zurück ins Grand Hotel. Schliesslich wollten wir uns den Gala-Abend mit der Oscar-Verleihung nicht entgehen lassen.

Die schönsten Kleidungsstücke wurden herausgesucht und wir waren bereit für den letzten Abend an diesem schönen Ort. Die Gala wurde mit der Wahl des Oscar-Trägers eröffnet. Die Stars traten nochmals auf und alle Anwesenden durften ihre Stimme in die Urne legen. Während der Auszählung stieg nun das grosse Fest. An der Bar konnten die besten Drinks bezogen werden. Wer noch eine passende Frisur zu seinem Outfit benötigte, ein Tattoo malen oder sich schminken lassen wollte, durfte dieses Angebot ebenfalls in Anspruch nehmen. Die Disco war besonders gut besucht und fröhlich wurde das Tanzbein geschwungen.

Das Finale bildete dann die Bekanntgabe des Oscar-Gewinners: Hermine Granger! Ob da auch ein wenig Zauber im Spiel war? So grosszügig wie sie war, wollte sie uns den Oscar als Dankeschön schenken. Wir lehnten den Oscar dankend ab, da schliesslich Hermine und nicht wir nominiert waren. So stiegen wir glücklich in unsere Schlafsäcke und schliefen zufrieden mit dem Wissen, dass wir Morgen unsere Liebsten wieder sehen, ein.

Von Gaudenz