Donnerstag

Am frühen Morgen wurden wir wie jeden Tag von «fätziger» Musik geweckt. Mit verschlafenen Augen stellten wir uns dem Morgensport und hissten anschliessend die Cevi-Fahne an der Burg Adelsbach. Nach dem Morgenritual genossen wir frisches Brot vom Bäcker, Schoggimilch und feine Konfi. Gestärkt starteten wir mit den Ämtli in den Tag. Nach dem der Tisch abgedeckt, das WC geputzt, der Lagerplatz frei von Abfall und die Lagerzeitung geschrieben war, gab es eine Geschichtenstunde zum Thema «Vertrauen».

Die Tagesgäste wurden vom Fanfaren begrüsst, der ihnen ausführlich berichtete, was sie am Vorabend alles verpasst hatten. Nachdem alle auf dem neusten Stand und am Lagerplatz angekommen waren, beschloss Königin Juliana endlich herauszufinden, ob tatsächlich ein Verräter oder eine Verräterin unter uns weilt. Nach einer hitzigen Diskussion mit wilden Verdächtigungen fühlte sich die Spionin schliesslich in die Enge gedrängt und startete einen Fluchtversuch. Doch sie hatte gegen unsere tapferen Ritter und Ritterinnen keine Chance und so wurde sie nicht weit von der Burg entfernt gefangen genommen. Auf diesen Verrat hin und da sie keinerlei Reue oder Einsicht zeigte, musste sie ein Bad im selbstgebauten Pool mitsamt Kleidern nehmen und wurde an den Pranger gestellt. Sie verriet uns jedoch, dass sie wisse, wo sich die Bösen aufhalten. Doch besonders vertrauenserregend war diese Information nicht, sodass wir sie ein wenig schmoren liessen.

Auch heute wurden Punkte für das Ritterturnier gesammelt, wenn auch in einer anderen Form als üblich. Es wurde ein grosses Spielturnier veranstaltet in welchem sich die Kinder unter anderem im Schwindelfussball, Dosenwerfen, Blachenwettrennen, Völk und Zeitungswettrennen messen konnten.

Vor dem Zmittag wurde die Spionin unter Tränen ins Esszelt geführt, die uns erklärte, dass sie von der Anführerin der Bösen erpresst wurde und sie sich bis anhin nicht getraut hat die Wahrheit zu sagen. Wir glaubten ihr und sie erklärte der Königin, wo das Camp der Bösen steht. Nach einem feinen Mittagessen stand die Mittagsruhe an, in der die Kinder fleissig ihre Zelter auf Vordermann brachten. Natürlich war auch das Cevi-Lädeli geöffnet, welches gut besucht war. Anschliessend durften abwechslungsweise die Mädels und die Jungs eine Abkühlung im Pool geniessen. Wer nicht in den Badeanzug steigen wollte, konnte sich mit Singen oder kleinen Spielen vergnügen.

In drei Gruppe bereiteten wir uns am Nachmittag vor auf den für den Abend angesetzten Überfall der Bösen. An einem Posten hat die Heilerin mit uns einen Stärkungstrank gebraut, an einem anderen wurde der Fesselknoten geübt und das Gesicht getarnt und schliesslich das anschleichen geübt.

Nach dem Abendessen machten wir uns, durch den Trank gestärkt und bereit, auf den Weg in Richtung Camp der Bösen. Wir schlichen uns gekonnt an und eine erste Wache wurde leise überlistet. Bald darauf stürmten wir das Camp und mit lautem Geschrei wurden die Bösen gefangen genommen. Auch das Drachen-Ei konnten wir wieder in unseren Gewahrsam nehmen. Trotz Gegenwehr brachten wir alle Gefangenen erfolgreich zurück nach Adelsbach, wo alle, ausser die Anführerin, ebenfalls einen Ausflug in den Pool genossen.

Siegesfreudig wurden wir von der Küche mit einem Coupe Dänemark verwöhnt. Nach dem alle Zähne geputzt und die Pyjamas angezogen waren, fielen uns auch schon die Augen zu. Was für ein abenteuerreicher Tag in Adelsbach!

Von Nevin Öztürk